Zinc PCA

Zinc PCAZinc PCA

Funktion: Wirkstoff

Verwendung: In allen kosmetischen Formulierungen gegen fette Haut, fette Kopfhaut, trockene, schuppige Haut, in Deodorantien

Verarbeitung
In leicht angesäuertem Wasser lösen, anschließend restliche Wirkstoffe zugeben. Diese Mischung während der Abkühlphase in die Emulsion einrühren.

Dosierung: 0,1-1 %


Beschreibung
Zink ist ein essentielles Spurenelement für den menschlichen Stoffwechsel. Es kann vom Körper nicht selbst hergestellt und gespeichert werden. Die Zufuhr erfolgt über eine ausgewogene Ernährung. Zinkmangel kann zu trockener, schuppiger Haut, brüchigen Fingernägeln und Haarausfall führen. Zinc PCA, ein weißes, feines Pulver, ist das Zinksalz der L-Pyrrolidoncarbonsäure (PCA = Pyrrolidon Carbon Acid). Es wird mittels Hydrolyse aus Aminosäuren und L-Glutaminsäure gewonnen. Pyrrolidoncarbonsäure ist mit ca. 14 Prozent einer der wichtigsten Feuchthaltefaktoren im natürlichen NMF (Natural Moisturing Factor) der Haut.

Die beste Löslichkeit in Wasser zeigt das Pulver bei pH 5. Je höher der pH-Wert, desto schlechter löst es sich. Liegt der pH-Wert bei 7 und höher, kristallisiert es unter Eintrübung aus. Für die Verarbeitung gilt, erst den pH-Wert des Wassers auf 5 einstellen und dann Zinc PCA darin lösen. Verwendet die Rezeptur basische Stoffe, ist der Einsatz eines pH-Puffers (z. B. Natriumlaktat) sinnvoll.

Kosmetische Wirkung
Zinc PCA wird häufig bei fetter Haut eingesetzt. Es zeigt schon nach wenigen Anwendungen eine erstaunliche Wirkung. Die Haut fettet nicht mehr so schnell nach, der Glanz wird deutlich gemildert. Diese Wirkung resultiert daraus, dass Zinc PCA die Aktivität des Enzyms 5-a-Reduktase reduziert. Dieses Enzym wird aus dem Stoffwechselprodukt Dihydrotestosteron (DHT) freigesetzt. Es ist für die Stimulierung der Talgdrüsen verantwortlich. In geringerer Dosierung trägt Zinc PCA auch zur Feuchtigkeitsversorgung der Haut bei. Als Salz der L-Pyrrolidonsäure bindet es Wassermoleküle, schleust sie in die Hornschicht ein und bindet sie dort.
Zinc PCA wird auch als desodorierender Wirkstoff beschrieben. Es soll die Reaktion von Salzen mit kurzkettigen Fettsäuren unterdrücken, deren Stoffwechselprodukte u. a. für die Bildung von Körpergeruch verantwortlich sind.



 

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