Ecomuls

Glyceryl Stearate, Polyglyceryl-6 Palmitate/Succinate, Cetearyl Alcohol

Ecomuls ist ein nicht ionischer O/W-Emulgator. Er besteht aus ca. 10-25 % Polyglyceryl-6 Palmitat/Succinat, ca. 10-25 % Cetearylalkohol und >50 % Glycerinstearat. Alle Komponenten werden aus GMO-freien pflanzlichen Rohstoffen hergestellt. Durch die Kombination dieser drei Komponenten erhält man ein hocheffektives Emulgatorsystem mit ausgezeichneten Eigenschaften. Er ist NaTrue- und Ecocert/Cosmos-zertifiziert und somit für Naturkosmetik zugelassen. Ecomuls ist ein Synonym für das Produkt NatraGem EW der Firma Croda.

Ecomuls ist leicht zu verarbeiten und vielseitig einsetzbar. Er deckt damit eine breite Produktpalette ab. Er kann sowohl für niedrig- bis hochviskose Cremes, dünn- bis dickflüssige Lotionen und sogar für sprühbare Produkte eingesetzt werden. Er ist über einen weiten Fettphasenbereich (20-40 %) stabil, wobei die besten Ergebnisse im Bereich von 25-40 % Fettphase erzielt werden. Er erzeugt hochglänzende Emulsionen mit ausgezeichneten sensorischen Eigenschaften. Sie zeigen ein äußerst angenehmes Auftragverhalten ohne Weißeleffekt, lassen sich sehr gut verteilen und ziehen sogar bei hohen Fettanteilen hervorragend ein, ohne Fettglanz oder Fettfilm zu hinterlassen. Zurück bleibt ein samtig gepflegtes Hautgefühl.

Salze, Elektrolyte und auch geringe Mengen Säure werden gut toleriert. Der optimale pH-Wert sollte lt. Hersteller zwischen 6 und 7 liegen. Es ist jedoch möglich, mit 0,05 % Milchsäure den pH-Wert auf 5 zu senken. Darunter sollte er auf keinen Fall liegen, denn ein pH-Wert <5 destabilisiert die Emulsion. Es kommt zur Flöckchenbildung und Wasserabsonderung bis hin zur Phasentrennung. Da die fertigen Produkte (je nach Zusammensetzung) meist einen pH-Wert von 6-6,5 aufweisen, kann ein Tropfen Milchsäure auf 50 g Endprodukt schon zu viel sein. Es ist daher ratsam, eine Minipipette zur Dosierung zu benutzen. Ecomuls kann sowohl in der Fett- als auch in der Wasserphase geschmolzen werden. Letzteres erzeugt dünnflüssige Emulsionen, wodurch dieses Vorgehen für sprühbare Produkte prädestiniert ist.

Wünscht man kompaktere Cremes und Lotionen, wiegt man den Emulgator auf klassische Weise in die Fettphase ein. Ecomuls bevorzugt eine Verarbeitungstemperatur von ca. 70-80 °C sowie hohe Scherkräfte. Zum Emulgieren sollte daher ein Stabmixer zum Einsatz kommen. Die Emulsionen sind zunächst noch etwas weich, gelangen aber nach einigen Stunden zu ihrer endgültigen Konsistenz. Weitere Fettalkohole sowie Gelbildner sind nicht zwingend erforderlich, können aber zur besseren Stabilisierung sinnvoll sein. Meist genügen 1-2 % Fettalkohole und 0,1-0,2 % Gelbildner, um die Emulsion ausreichend zu stabilisieren. Im unteren Fettphasenbereich (20 %) ist es jedoch erforderlich, weitere Konsistenzgeber sowie Gelbildner einzuplanen. Die Emulsionen gewinnen dadurch erheblich und zeigen ein angenehmeres Hautgefühl.


Funktion: O/W-Emulgator

Verwendung: Cremes 25-40 % Fettphase, Lotion und Spray 20-25 % Fettphase; Pflegeprodukte für jede Haut, besonders für trockene, fett- und feuchtigkeitsarme Haut; für Deodorants und Haarpflegeprodukte

Verarbeitung
Creme, dickflüssige Lotion: Emulgator in die Fettphase einwiegen, Fett- und Wasserphase auf 70-75 °C erhitzen, Wasser unter Rühren in dünnem Strahl zugießen, mit einem Stabmixer ca. 1 Min. emulgieren.
Dünnflüssige Lotion/Spray: Emulgator in die Wasserphase einwiegen, Fett- und Wasserphase auf 75 °C erhitzen, Fettphase zur Wasserphase gießen (One-Pot) und mit einem Stabmixer ca. 1 Min. emulgieren.

Dosierung: Creme 5-8 % (19-20 % der Fettphase); Spray und Lotion 3-4 % (12-15 % der Fettphase)



 

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