In den letzten Jahren hat sich für dieses Öl die Bezeichnung »Wildrosenöl« durchgesetzt, obwohl es kein Rosenöl im engeren Sinne ist. Denn es wird nicht aus den Blüten der Wildrose, sondern aus deren Fruchtkernen, den Hagebuttenkernen, gewonnen.
Zur Ölgewinnung verwendet man meist die Fruchtsamen der Hundsrose (Rosa canina) oder der Muskatrose (Rosa mosqueta). Die ursprüngliche Heimat der Hagebutte ist unbekannt, sie wird jedoch in Chile vermutet. Die Früchte sind sehr vitaminreich und werden zu Mus verarbeitet.

Aus den Kernen gewinnt man ein klares rötliches Öl. Im Handel sind ein kalt gepresstes, ein raffiniertes sowie ein mittels CO2-Extraktion gewonnenes Öl erhältlich. Sie unterscheiden sich vor allem farblich voneinander. Das kalt gepresste Öl ist goldgelb bis rötlich, die CO2-Extraktion ist geringfügig dunkler und das raffinierte Öl ist hellgelb.

Zusammensetzung
3 % Palmitinsäure, 14 % Ölsäure, 46 % Linolsäure, 34 % Alpha-Linolensäure, Spuren von Transretinolsäure (eine sehr aktive Form des Vitamin A)

Kosmetische Wirkung
Wildrosenöl ist ein ausgesprochen wertvolles Öl in der Hautpflege. Durch seinen hohen Gehalt an Alpha-Linolensäure unterstützt es die Regeneration geschädigter, schuppiger Haut. Es stärkt die Zellmembrane und die Elastizität der Haut, reguliert den Feuchtigkeitshaushalt und die Talgdrüsenfunktion. Es regt die Zellerneuerung an und fördert die Kollagenbildung. Wildrosenöl wird auch bei empfindlicher und entzündeter Haut gut vertragen. Wildrosenöl ist sehr oxidationsempfindlich, es sollte immer kühl, dunkel und gut verschlossen gelagert werden.

INCI: Rosa mosqueta/Rosa canina

Funktion: Wirkstofföl

Fetteigenschaft: trocknend

Verseifungszahl (NaOH): 0,1304

Verwendung: empfindliche, reife, trockene Haut, (sonnen-)geschädigte Haut, fette Haut, Schuppenflechte, Narbenbehandlung, Couperose

Verarbeitung: In die geschmolzene Fettphase geben oder während der Abkühlphase einrühren

Dosierung: 10-20 % in der Ölmischung, Seife bis 10 %



 

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